Die Stadt Sofia ist aktuell die Hauptstadt des Staates Bulgarien. Sie liegt in der gleichnamigen Ebene im Westen des Staates. Sie verfügt derzeit über 1.238.438 Einwohner. Damit ist sie die Stadt mit der größten Bevölkerung im Bezirk Sofia-Stadt. Etwa jeder sechste Einwohner Bulgariens lebt damit in der Hauptstadt der Nation. Die Stadt selbst ist dabei in 24 Bezirke unterteilt. Daneben läuft der Fluss Iskar durch das Stadtgebiet, wie auch weitere kleinere Gewässer.

Die Stadt kann auf eine lange Geschichte der Besiedlung zurückblicken. So lassen sich erste Besiedelungen bereits für die Jungsteinzeit durch archäologische Funde nachweisen. In der Antike trug die Stadt noch den Namen Serdica oder auch Sardica. Im Mittelalter hingegen war sie als Sredez bekannt. Nach der wiedererlangten Unabhängigkeit des Staates Bulgarien wurde sie im Jahr 1878 zur offiziellen Hauptstadt erkoren. In der Folge dieser Entscheidung entwickelte sie sich rasch zu einem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des Staates. Dies ist der Grund, warum sich heute die wichtigsten Theater, Museen und auch Ministerien und Botschaften auf dem Gebiet der Stadt befinden.

Darüber hinaus ist Sofia auch als Bildungszentrum des Landes und generell Osteuropas bekannt. So verfügt die Stadt gleich über mehrere Universitäten, die alle auf eine lange Tradition zurückblicken können. Die älteste geht bis in das Jahr 1888 zurück. Neben den Hochschulen besitzt die Stadt auch zahlreiche Forschungseinrichtungen. Sie ist damit das überragende Zentrum der Bildung des Landes Bulgarien. Hinzu kommen sehr viele Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie die Redaktionen von weit verbreiteten Tages- und Monatszeitungen. Als Hauptstadt ist Sofia außerdem der offizielle Sitz der Regierung des Landes. So residiert der bulgarische Präsident in der Stadt. Darüber hinaus hat auch die orthodoxe Kirche hier ihren Sitz. So ist der Patriarch der Kirche in Sofia ansässig und überwacht von hier aus die Entwicklung der einzelnen Diözesen, die Teil der Kirche sind.