Das Land Bulgarien, das in Osteuropa liegt, hat es seit seiner Unabhängigkeit nach dem Fall der UDSSR nicht leicht gehabt. Finanzielle Probleme erdrücken die Bevölkerung seit Jahren und haben das Land zum ärmsten Mitglied der EU gemacht. Eine Rettung scheint kaum in Sicht, haben doch schon zahlreiche Politiker nach einer Lösung gesucht, diese aber einfach nicht gefunden. Statt weiter an der Lösung des Problems zu arbeiten macht das kleine Land nun mit ganz anderen Maßnahmen Schlagzeilen. So will es seine Grenze gegenüber dem Nachbarn Rumänien durch den Bau eines neuen Grenzzauns schützen. Wir berichten in diesem Artikel in allen Details über das Vorhaben und gehen dabei auf die Ursachen und auch die Folgen ein.

Geplant ist der Bau eines 133 Kilometer langen Zaunes zwischen beiden Ländern. Der Grund ist, dass verhindert werden soll, dass mit der Schweinepest infizierte Tiere aus Rumänien nach Bulgarien gelangen können und die dortigen Schweine infizieren können. Bei der afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine Virusinfektion, die die Schweine befällt. Laut den Berichten von bulgarischen Medien soll es in Rumänien mehr als 200 Herden geben, die von der Seuche betroffen sind. Einige davon leben nur etwa 60 Kilometer von der Grenze Bulgariens entfernt und stellen damit eine veritable Bedrohung für das Vieh des Landes dar. Mit dem Bau des Grenzzauns soll nun präventiv gehandelt und ein Ausbrechen der Seuche in Bulgarien vermieden werden. Darüber hinaus haben Tierärzte den Bauern, die sich aktuell zu nah an der Grenze befinden, dazu geraten, ihre Schweine auf der Stelle zu schlachten. So soll verhindert werden, dass sich bereits infizierte Schweine auf bulgarischer Seite zu Herden für die Infektion entwickeln können. Es ist aber fraglich, ob sich diese einzelnen Maßnahmen als wirksam im Kampf gegen das Virus erweisen werden. Ob dies so ist, werden dann die nächsten Wochen zeigen müssen.