Das Land Bulgarien hat mit einer schwachen Wirtschaft seit Jahren zu kämpfen. Mehrerer Versuche der Regierung, das Land auf einen stabileren Kurs zu bringen, sind in der Vergangenheit gescheitert. Ein besonderes Problem stellt für das Land dabei immer wieder die Versorgung mit Energie dar. So ist die Wirtschaft oft schlicht nicht funktions- und leistungsfähig, weil die Versorgung mit Energie alles andere als gewährleistet ist. So wurde etwa im Jahr 1987 der Bau eines Atomkraftwerks in Belene begonnen, jedoch bereits drei Jahre später wieder abgebrochen und zurückgebaut. Nun hat das Land einen neuen Plan um seine Versorgung mit Energie zu sichern. Es plant den Bau einer neuen Gasleitung hin zur Türkei. Wir berichten in diesem Artikel über alle wichtigen Details und fragen dabei nach den Ursachen und nach den Folgen des Vorhabens.

Bulgarien hat nun seine bereits bestehende Gaspipeline zur Türkei weiter ausgebaut. So sollen die Routen für die Gaszulieferung weiter diversifiziert werden. Durch den neu in Betrieb genommenen Abschnitt können insgesamt 15,7 Mrd. Kubikmeter Gas pro Jahr befördert werden. Der in Bulgarien liegende Abschnitt der Pipeline verfügt dabei über eine Länge von ganzen 20 Kilometern.

Das transportierte Erdgas kann dabei in beide Richtungen fließen. So schafft das Projekt Sicherheit bei den Lieferungen von Erdgas zwischen den beiden Ländern Bulgarien und Türkei. Darüber hinaus profitieren auch weitere europäische Staaten von dem Projekt. Traditionell bezieht Bulgarien sein Gas eigentlich aus Russland. Durch den Ausbau der bestehenden Pipeline mit der Türkei soll eine Abhängigkeit von Russland vermieden werden. Durch die Weiterleitung großer Mengen von Gas aus Russland in andere europäische Länder ist Bulgarien dabei selbst in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Player in diesem Bereich geworden. Diese Position will das Land in Zukunft weiter festigen und sogar ausbauen. So sind weitere Projekte wie der jetzt erfolgte Ausbau der Pipeline für die Zukunft geplant.