Die bulgarische Hauptstadt Sofia kann auf eine jahrtausendealte Geschichte zurückblicken. So ist archäologisch gesichert, dass die Ortslage bereits seit mehr als 5000 Jahren besiedelt ist. Neuere Funde von Archäologen deuten sogar darauf hin, dass die erste Besiedelung hier schon vor mehr als 8000 Jahren stattgefunden haben könnte. Damit ist Sofia eine der ältesten besiedelten Gegenden ganz Europas.

Die ersten Vorläufer der modernen Großstadt entstanden im 7. Jahrhundert v. Chr. So bildete sich im heutigen Zentrum der Stadt eine Siedlung des thrakischen Stammes der Serden. Sie waren ein besonders kriegerischer Stamm, dessen Name auf die Siedlung übertragen wurde. Sie war bei den Griechen als Serdica bekannt. Nach einigen Jahrhunderten der Unabhängigkeit wurde die Stadt schließlich vom makedonischen König Philipp II. im Jahr 339 v. Chr. erobert und dem Reich der Makedinen angegliedert. Danach verblieb sie lange Zeit im Besitz der Makedonen, bis schließlich die Römer einige hundert Jahre später die Stadt eroberten und sie ihrem Gebiet angliederten. Dies geschah im Jahr 29 v. Chr. unter dem ersten Princeps Augustus, der auch als Oktavian bekannt ist.

Die Römer legten nach der Eroberung eine eigene Siedlung mit Namen “Ulpia Serdica” an. Sie wurde die Hauptstadt des Inneren Dakien. Später, unter dem Kaiser Marcus Ulpius Trajanus, entwickelte sie sich zu einer blühenden Metropole, in der der Handel und die Künste florierten. Mit dieser Blüte ging auch eine besonders hohe militärische Bedeutung einher. So kreuzten sich bei der Stadt die beiden bedeutenden Fernstraßen Via Militaris und Via Traiana.

Im Zuge der hohen Bedeutung entstanden in der Stadt zahlreiche bedeutende öffentliche Gebäude, wie sie für Metropolen des Römischen Reiches typisch sind. So verfügte Serdica über ein großes Forum, das das Zentrum der Stadt beschrieb. Daneben gab es außerdem noch ein Theater für die musische Bildung der Einwohner sowie eine ausgiebige Anlage von Thermen, die der körperlichen Ertüchtigung und Hygiene der Römer diente.