Das Land Bulgarien kann heute auf eine ebenso lange wie bewegte Geschichte zurückblicken. So siedelten die ersten Menschen hier bereits vor mehreren tausend Jahren und es gibt eine reiche und einzigartige Kultur im Land. Besonders sehenswert sind mehrere Kulturgüter, die von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Gleichzeitig geht es dem Land heute sehr schlecht. Die Vergangenheit in der Sowjetunion und der Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in den 90er Jahren haben tiefe Spuren im Land hinterlassen. Heute steht Bulgarien vor vielen Herausforderungen. Umso mehr überrascht die Tatsache, dass das Land nun Aufrüstungen in Höhe mehrerer Milliarden Euro beschlossen hat.

So will das Land, das Mitglied der Nato ist, für seine zum größten Teil mit russischer Technik ausgerüsteten Streitkräfte neue Ausrüstung anschaffen. So wurde beschlossen für etwa 3 Milliarden Lew neue Ausrüstung zu kaufen. Dabei war den Verantwortlichen klar, dass das Geld eigentlich in andere Sektoren hätte investiert werden müssen. Umgerechnet wurden so 1,5 bis zwei Milliarden Euro in die Rüstung des Landes investiert. Zu bedenken ist dabei, dass Bulgarien aktuell das ärmste Land der EU ist und erst seit 2004 Mitglied der Nato. Rund 1,4 des jährlichen BIP gibt Bulgarien laut seinem Verteidigungsminister im Jahr für die Verteidigung aus.

Das Geld fließt in den kommenden Jahren in ganz verschiedene Projekte. Zu diesen zählen unter anderem der Kauf neuer Schiffe zum Ausbau der Flotte, sowie der Erwerb von neuen Landmaschinen und Kampfflugzeugen für die Aufrüstung der Luftwaffe des Landes. Ziel ist es, neue Ausrüstung anzuschaffen, die sowohl preiswert als auch effizient ist. Darüber hinaus soll sie kompatibel mit der Ausrüstung der übrigen Partner bei der Nato sein. Konkrete Hersteller, auf die das Land hierbei setzen möchte, wurden aber bisher noch nicht bekannt gegeben. Wichtig ist den Verantwortlichen zuallererst, dass die veraltete russische Technik aus der Armee endgültig verschwindet.